Unser Wohnprojekt setzt sich zusammen aus mehr als 60 großen und kleinen Menschen und einer Idee.

Die Idee:

Freundschaftliches Zusammenleben von Menschen aller Alterstufen mit unterschiedlichster Ansichten und Interessen. Das Ganze bei hoher Wohn- und Lebensqualität in einer reizvollen Landschaft. Wir respektieren die Umwelt und versuchen, danach ohne dogmatischen Fanatismus zu leben. Wir sind vielfältig engagiert im eigenen Interesse, ohne Sozialdruck. Denn wir verstehen die individuelle Umsetzung unserer Idee als Angebot, nicht als Verpflichtung.

Umsetzung der Idee:

Unsere Wohnungen und Gewerbeeinheiten befinden sich auf einer ehemaligen Bauernstelle mit ca. 17.000 Quadratmetern Grundfläche, dessen architektonische Grundstruktur weitgehend erhalten wurde. Gebaut wurde nach ökologischen und energiepolitischen Gesichtspunkten. Alle Wohn- und Gewerbeeinheiten besitzen einen separaten Eingang. Zentrum des Geländes ist ein großer Innenhof mit einem Gemeinschaftshaus zum Feiern und Treffen, sowie ein Spielplatz. Wir besitzen ein Gästeappartement für Besucher, eine gemeinsame Werkstatt, einen Musikraum und eine Sauna. Wobei ein Teil dieser Einrichtungen derzeit wegen der Bauschäden nicht oder nur eingeschränkt nutzbar ist.

Weitere Infos zur Anlage.

Das sind die Fakten. Doch eigentlich findet die Umsetzung der Idee im Kleinen statt. Im Sommer sind spontane Grilltreffen und gemeinschaftliches Kaffee- oder Weintrinken vor der Haustür an der Tagesordnung. Niemand wundert sich, wenn abends drei Babyphones auf seinem Küchentisch stehen, weil die Nachbarn zum Joggen aufgebrochen sind. Wer nach der Tagesschau noch Gewürzgurken, Schokolade, einen Akkubohrer oder guten Rat braucht, wird mit großer Wahrscheinlichkeit bei Nachbarn fündig. Zum Zusammenleben gehört aber auch, gemeinsam zu arbeiten, um etwa den Fahrradschuppen fertig zu stellen oder die Knicks zu beschneiden.

Die Menschen:

Vom Baby bis zur über 70-jährigen sind alle Altersgruppen vertreten. Wir arbeiten in unterschiedlichsten Berufen. Bei uns gibt es Angestellte wie Selbstständige, Kindergärtnerinnen wie Ingenieure, Chemiker wie Biologen, Lehrerinnen wie Ärzte, Hausfrauen wie Rentner, Anwälte, Psychologen wie Richter, Entwicklungshelfer wie PR-Manager. Diese Vielfalt und der regelmäßige Austausch machen das Miteinander so spannend wie es ist.

Weitere technische Daten:

• In flächenschonender Architektur sind in 6 Gebäuden um einen autofreien Hof von ca. 6.500 m2 insgesamt 27 Wohnungen zwischen ca. 40 und ca. 125 m2 Wohnfläche ent-standen, außerdem eine Arztpraxis, ein Architekturbüro und das Büro eines freiberuflichen Biologen. Vier der Gebäude sind Neubauten, in den anderen beiden Gebäuden haben wir Altbausubstanz saniert und mitverwertet.
Wir haben Räume für Sauna, Werkstatt, einen Musikraum sowie eine kleine Gästewohnung und ein Projektbüro für die interne Verwaltung.

• Im Zentrum des bebauten Bereiches ist als siebtes Gebäude ein Gemeinschaftshaus mit ca. 150 m2 Nutzfläche zum Feiern, Kochen und gemeinsamen Essen, für Kulturveranstaltungen etc. entstanden, aber noch nicht völlig fertig.

• Wir haben "in Stein" gebaut, die Häuser sind zum Hof teils mit Holz verkleidet, die Wände der Neubauten nach außen ockerfarben geschlämmt. Die Altbauten bestehen aus Rotklinker.
Die Architektur der Gebäude ist kommunikationsfördernd angelegt; die Wohnungen werden über den Hof erschlossen, so daß die BewohnerInnen sich wechselseitig wahrnehmen können.
Der Bau hat im April 2003 begonnen, wir sind alle bis Ende 2003 eingezogen.

• Alle Wohnungen erfüllen nach dem von uns in Auftrag gegebenen Energiekonzept der Firma KAPlus aus Eckernförde (info@kaplus.de) nicht nur den (inzwischen) obligatorischen Niedrigenergiestandard, sondern sind deutlich besser als erforderlich wärmeisoliert (die "KfW 60" - Kriterien der Kreditanstalt für Wiederaufbau werden erfüllt).
Wir unterhalten eine Heizzentrale mit Gas-Brennwertkessel und ein kleines BHKW.

• Und die Solarenergie? –
Solarzellen für die Heizung "passen" nicht zu unserem Energiekonzept der zentralen Heizungsanlage mit einem Nahwärmenetz und BHKW.
Auf einem Gemeinschaftscarport ist eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung in-stalliert. Diese Anlage wird "privat" finanziert und betrieben.

• Wir nutzen Brauchwasser für Gartenbewässerung, Toilettenspülung und ggf. auch Waschmaschinen. Die Tanks für das von den Dächern abgeleitete Wasser fassen mehr als 30.000 Liter.